„Kunesto ist ein professioneller Freizeitdienstleister mit einem wechselnden, vielfältigen und hochwertigen Veranstaltungsprogramm.“

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Historie im Doppelpack: die Jahrhunderthalle Bochum im Fokus von Kunesto: Vergangenheit begreifen, Vergangenes erleben:

Vollkommen. Anders.

“IndustrieDenkmal und KulturKathedrale” unter diesem Motto stand der Kunesto-Ausflug, der entsprechend dem Programm, einen Blick “unter” die Kulissen der Jahrhunderthalle Bochum versprach. Verborgene Räume garantieren immer auch ein wenig Überraschendes, Ungeplantes. Unterirdische Zeitzeugen machen neugierig und betroffen.
Nach angenehmer Bahnfahrt und kurzem Fußweg stolperte unsere Kunesto-Gruppe geradewegs über den winzigen Hinweis EINGANG, mit dem uns das riesige lichtdurchflutete Foyer der Jahrhunderthalle Bochum empfing. Bis zum Beginn waren es noch 20 Minuten Zeit. Zeit, die wir mit klopfendem Herzen und rosa Bändchen am Arm nutzten, um Europas größten überdachten, historischen Jahrmarkt kennenzulernen. Nostalgie zum Träumen. Ein Riesenrad von 1902, Raupen, eine Geisterbahn, Haut den Lukas, Leckereien und viele fast schon vergessene Kirmesattraktionen aus Kindertagen – ein unvergessliches Erlebnis!
Doch wir wollten ja zu den “verborgenen Räumen” und eilten deshalb zum Treffpunkt mit unserer Gästeführerin, Frau Keindorf. Zunächst erfuhren wir mit großem Erstaunen, dass zu den verborgenen Räumen weit mehr sichtbare Gebäude gehören. In einem 30-minütigen Rundgang über die Westpark-Außenanlagen erfuhren wir Wissenswertes über die Wandlung des imposanten Industriebaus von einer Gaskraftzentrale zum zentralen Festspielhaus der Ruhrtriennale. Ein gelungenes Beispiel zwischen Moderne und Tradition. Wenig später stiegen wir hinab in eine “Unterwelt” der Versorgungsschächte und besichtigten einen Teil der früher weit verzweigten unterirdischen Systeme, die die externen Produktionsstätten in ganz Bochum miteinander verbanden. Hier trifft den Besucher die Vergangenheit völlig ungeschminkt und zum Begreifen nah. Weiter folgten wir Frau Keindorf; nostalgische Jahrmarktmusik drang an unsere Ohren und wir ahnten, dass uns nach kurzem Treppensteigen das Tages- bzw. Hallenlicht wieder einfangen würde. Die 8.900 qm der Halle lassen sich in drei flexible Hallen einteilen und bieten idealen Boden für Messen und Konzerte, großes Theater und kleine Experimente. Stahl und Glas formen ein gigantisches Portal über die gesamte Länge der Halle, das Zugang zum Foyer bietet. Mehrere Bars laden zum Verweilen ein. Mit einem Ausblick auf große und kleine Veranstaltungen endete unsere großartige Führung und wir wandten uns dem historischen Jahrmarkt zu. Der Aufforderung “hereinspaziert, hereinspaziert” konnten und wollten wir nicht widerstehen. Das farbenprächtige Riesenrad, die Raupe, eine dynamische “Fahrt ins Paradies” und die gruselige Geisterbahn zogen uns magisch an und unter Lachen und nostalgischer Freude nahmen wir Platz und gaben uns der rasanten Stärke der Siemens-Diesel-Motoren von 1930 hin! Natürlich wurden auch die Leckereien, wie Crêpes und gebrannte Mandeln probiert bevor wir uns auf die Heimfahrt machten. Zurück zum Ursprung der Jahrhunderthalle Bochum, die vor genau 110 Jahren, nämlich 1902 für die Düsseldorfer Industrie- und Gewerbeausstellung vom Bochumer Verein gebaut wurde, um anschließend als Gebläsemaschinenhalle in Bochum Verwendung zu finden. So lebt ein Stückchen Düsseldorf in Bochum. Ein guter Grund, einmal wieder mit Kunesto zurückzukommen, um den Westpark, die Halle und eine der vielen Musik- und Theater-Veranstaltungen zu besuchen.

Von Ute-Gisela Minnerop, 14. Februar 2012

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